Der Schulwald - Von der Idee bis heute
Quelle: Peter Sody
Bereits um das Jahr 1910 bestand in der Nähe des heutigen Standorts ein erster Schulwald auf der Gemarkung Liebshausen. Die damals gepflanzten Bäume sind inzwischen zu stattlichen Einzelbäumen herangewachsen und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild des Waldes ein.
Das Gelände des heutigen Schulwaldes gehörte bis in die 1970er Jahre der Familie Weber III, dem Großvater von Peter Sody. In seiner Kindheit führte ihn sein Weg häufig an diesem Waldstück vorbei. Diese persönlichen Erinnerungen motivierten ihn Jahre später, heute selbst Großvater, das Schulwald-Projekt neu zu initiieren und wiederzubeleben.
Ziel des Projekts ist es, vor allem Kindern den Wald in all seinen Facetten näherzubringen – seine Schönheit, seine Bedeutung für Umwelt und Wirtschaft sowie die Herausforderungen, denen er durch den Klimawandel ausgesetzt ist. Dabei sind natürlich auch Erwachsene herzlich eingeladen, den Wald zu erleben und zu verstehen.
Der Schulwald auf der KARTE
Die etwa ein Hektar große Fläche bietet hervorragende natürliche Voraussetzungen: Eine Quelle sorgt für Wasser, das einen Bach speist und ein lebendiges Biotop mit Amphibien, Insekten und weiteren Wildtieren entstehen lässt. Über einen Holzsteg können Besucher dieses Biotop in Ruhe beobachten und erleben.
Auf einem eingezäunten Teil des Geländes wurden gemeinsam mit vielen freiwilligen HelferInnen, allen voran 34 Liebshausener Kindern und deren Eltern und Großeltern, 200 Baumsetzlinge gepflanzt.
Bei der Auswahl der verwendeten Baumarten wurde dem immer weiter fortschreitenden Klimawandel Rechnung getragen. 14 Baumarten, von denen man davon ausgeht, dass sie mit Trockenheit und den sich ändernden Bedingungen besser zurecht kommen als die meisten einheimischen Arten, wurden ausgewählt.
Auch hat man damit aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Gerade dem so heranwachsenden Mischwald werden in Zukunft deutlich bessere Chancen zugesprochen als den sonst verbreiteten Fichten-Monokulturen.
Daher stellt der Schulwald auch ein Modell für die möglichen Wälder der Zukunft dar. Dessen Entwicklung wird auch durch das Forstamt Simmern, das die Umsetzung des Projekts von Anfang an unterstützt hat, mit Spannung beobachtet.
Quelle: Kirsten Schneider
Wald, Wiese und Biotop bilden auf kleinem Raum eine vielfältige Landschaft, die zum Beobachten und Verweilen einlädt.
Wir haben schon vieles geschafft: Ein großes Insektenhotel steht inzwischen auf dem Gelände, mehrere Bienenvölker nennen das neu errichtete Bienenhaus ihr Zuhause, ein Totholzwald ist geschaffen, und vielleicht haben auch Sie noch Anregungen, womit wir den Schulwald noch bereichern könnten!
Rundflug durch den Schulwald



